Dojunim Kim Sou Bong

Schon als Kind war Dojunim Kim Sou Bong, Sohn einer Oppositions-Politikerin und eines Chefredakteurs einer Tageszeitung, ein begeisterter Sportler mit weit gesäten Interessen.
Mit Tang-Sou-Do, einer koreanischen Kampfkunst, begann sein Einstieg in die Welt der Kampfkünste, damals war er 15 Jahren alt. Nach zwei Jahren des Trainings bestand er die Prüfung zum 1.Dan.

*25. Juli 1937 – ✝ 4. August 2011

Kurz danach lernte er über einen Freund namens Choi die Selbstverteidigungskunst Hap-Ki-Do kennen! Beide lernten im Unterricht von Dojunim Ji Han Jae diese praxisnahe Form der Selbstverteidigung zu schätzen. Recht bald wurde er sich des Stellwertes bewusst, die Hap-Ki-Do im weiteren Verlauf seines Lebens haben werde!

Als 18jähriger junger Mann absolvierte Herr Kim bei Dojunim Ji Han Jae die Prüfung zum 1.Dangrad. Er unterstützte seinen Lehrmeister mehrere Jahre als dessen Assistenz-Trainer bis er 1964, als Bergarbeiter nach Deutschland reiste, zu diesem Zeitpunkt hatte er den 4.Dangrad inne!

Im Rahmen einer Sportveranstaltung des Österreichischen Jiu Jitsu-Verbandes in Schladming 1972 präsentierte Dojunim Kim Sou Bong erstmals Hap-Ki-Do in Österreich!  Ein Jahr später wurde in Graz bereits Hap-Ki-Do im damaligen AidoKan-Verein unterrichtet. Im September 1974 wurde der „1. Österreichische HapKiDo Verein Graz“ aus der Taufe gehoben. Der koreanische Trainer hieß Kim Syung Pyung. Er war der Assistenz-Trainer von GM Kim und unterrichtete bis 1984 vor Ort, danach führte in sein Weg nach Amerika. In den folgenden Jahren beehrte Dojunim Kim Sou Bong aus Düsseldorf mehrmals pro Jahr Graz um Lehrgänge und Prüfungen abzuhalten.  Um ihre Studien zu vertiefen reisten damals unter anderem auch Herr Gerhard Agrinz zu Dojunim Kim Sou Bong.

Am 30. August 1978 bestand Herr Gerhard Agrinz, als einer der ersten Österreicher die Prüfung zum 1. Dangrad!

GM Kim hielt in diesen Jahren auch die ersten Lehrgänge in den Benelux-Ländern ab und machte diese Kampfkunst auch dort bekannt. Als sein Hauptverdienst für Hap-Ki-Do gelten die “Basis-Lehrmethode” und die Systematisierung der Techniken. 1976 wurde sein erstes Hap-Ki-Do Buch veröffentlicht, 1994 erschien eine völlig neu überarbeitete, neu gestaltete Auflage.

Basierend auf seine Erfahrungen entwickelte GM Kim in den 80er Jahren sein System weiter und baute ein verbessertes Lehrsystem auf.

Anfang der 90er gründete er das “Europäische Hap-Ki-Do Bildungszentrum” in Düsseldorf, in der Hatzfeldfeldstraße 16a, hier unterrichtete er in erster Linie nach seinem neu entwickelten TMR-Lehrsystem (technisch-moralische Realitätsform).

Hierbei geht es nicht um den systematischen Aufbau einer technischen Abfolge, sondern lässt vielmehr dem Schüler die Freiheit seine Persönlichkeit selbstständig mittels spezieller TMR-Übungselemente weiterzuentwickeln wo durch ein Bewusstwerden der eigenen Stärken und Schwächen erfolgt

Beinahe bis zu seinem Todestag am 4. August 2011, betrieb Dojunim Kim Sou Bong höchst erfolgreich das Hapkido Bildungszentrum in Düsseldorf, wo er hauptsächlich TMR-Übungsleiter und Lehrmeister ausbildete. Er war Begründer des “Internationalen Hapkido Dan-Kollegiums” und der europäischen Hapkido Verbände. Das Lehrsystem Kim Sou Bong stellt das Resultat seiner unterschiedlichsten Erfahrungen, Studien und Erlebnisse dar!